Lüneburg, Hansestadt, Neue Sülze 29
Traufständiger, zweigeschossiger Backsteinbau auf Souterrain; unter Satteldach in Ziegeldeckung. Mit parallelem rückwärtigem Trakt und einem traufständigen, seitlichen, neueren Erweiterungsbau von fünf Achsen. Der leicht vorgeschobene, straßenseitige Mittelrisalit des Altbaus wird durch einen Stufengiebel zu drei Bahnen, in denen sich Spitzbogenblenden mit Sechspässen im Kreis über Zwillingsbögen befinden, abgeschlossen. Geschossübergreifende Lisenen betonen die drei Staffeln. Die Traufen werden betont durch Zahnschnittfriese und eine gestufte, Zinnen imitierende Attika. Das Haupteingangsportal befindet sich seitlich und wird umrahmt von einem flachen, mehrfach profilierten Spitzbogen. Im Tympanon ist eine Darstellung des Lüneburger Wappens als rundes Glasmosaik eingepasst. Die Fassade wird deutlich belebt durch einen Wechsel von Formsteinen aus roten sowie grün und braun glasierten Ziegeln. Die hofseitige Traufseite ist bis auf die hohen Segmentbogenfenster schmucklos strukturiert. Errichtet 1898 als Schulgebäude nach Entwurf des Architekten und Lüneburger Stadtbaumeisters Richard Wilhelm Kampf. Ab 1902 wurde hier die landwirtschaftliche Kreiswinterschule untergebracht. Nach dem Ersten Weltkrieg diente das Gebäude als städtische Berufsschule und erhielt wohl 1938 den Erweiterungsbau nach Süden. Von 1967 bis 2012 Nutzung als Musikschule. Sanierung und Umbau zu Wohnzwecken 2016-2019.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Lüneburg
- Adresse
- Neue Sülze 29
- Gemarkung
- Lüneburg
ÖPNV in der Nähe
- Lüneburg, Rathaus · 162 m
- Lüneburg, Neue Sülze · 189 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)