Lüneburg, Hansestadt, Heiligengeiststraße 29, Hospital zum Heiligen Geist
Traufständig orientierter, langgestreckter Backsteinbau, mit einem nach Süden abknickenden Westflügel, unter Satteldächern in Ziegeldeckung. Erbaut im 13./14. Jahrhunderts als Hospital zum Heiligen Geist, 1480 (d), 1586 und 1722 (i) erneuert. Nach dem Ende der Freiheitskriege richtete man 1816 im oberen Stockwerk von Hospital und Kapelle eine Frei- und Bürgerschule ein und brach zu diesem Zweck dann 1867 die baufällige Kapelle des Hospitals ab, der mittelalterliche Dachreiter von 1490 (d) wurde auf dem bis 1869 errichteten, östlich an den Hauptflügel anschließenden zweigeschossigen Neubau von Stadtbaumeister Maske wiederverwendet. Hauptflügel mit Strebepfeilern und Spitzbogenöffnungen (zugestezt) sowie eine aus Wulst- und Fasensteinen im Schichtenwechsel gleasiertes Traufgesims; das erhaltene mittelalterliche Dach von 1480 (d) mit angeblatteten Kehlblaken und einer Kreuzstrebe im Westen nachträglich abgewalmt. Der südlich anschließende Westflügel ist unterkellert mit einem zweischiffigen, segmentbogenförmig gewölbtem Keller; der ehemals eingeschossige Bau wurde 1927 (a) um ein zweites Geschoss aufgestockt. Der Osttrakt von 1869 zeigt sich zur Heiligengeiststraße symmetrisch aufgebaut mit einem übergiebelten Mittelrisalit, in dem sich auch das spitzbogige Eingangsportal befindet; beiderseits des Risalits ist die Fassade dreiachsig gestaltet mit abgetreppten Strebepfeilern, dunkel galsierten Steinen, Spitzbogenblenden und einzelnen Schmuckelementen in Sandstein.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Lüneburg
- Adresse
- Heiligengeiststraße 29,29A
- Gemarkung
- Lüneburg
ÖPNV in der Nähe
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- Lüneburg, Neue Sülze · 195 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)