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Lüneburg, Hansestadt, Große Bäckerstraße 26, Patrizierhaus. Wohn-/Geschäftshaus

Wohnhaus · Einzeldenkmal · Lüneburg, Hansestadt

Giebelständiger, dreigeschossiger Backsteinbau unter Satteldach mit vorgelegtem verputztem Fassadenbau. Fassadengliederung im hohen Erdgeschoss mit Fugenschnitt und einem Bandgesims zwischen den fünfachsigen Obergeschossen und dem flachen Dreieckgiebel mit Halbkreisfenster. Davon abweichend im südlichen Abschnitt im ersten Obergeschoss eine quadratische Fensteröffnung und je zwei Achsen kleiner Fensteröffnungen in den oberen Geschossen. Abschließend über kräftigem Traufgesimsprofil ein flach gestufter Dachaufbau. Nördliche Traufseite des Hauptgebäudes zur Münzstraße mit Baufuge zweier Bauphasen. Die ältere mit hohem Erdgeschoss auf Findlingsmauerwerk mit drei Obergeschossen. Über dem Erdgeschoss ein Fries mit Laubstabornament. Darüber Terrakottafriese. Östlich um drei Achsen dreigeschossig erweitert mit Tausteinarkaden und Blendarkaden. Rückwärtig zeigen zwei Giebelseiten die ursprüngliche Bausituation des 16. Jahrhunderts. Der Rückgiebel des Hauptgebäudes mit Krüppelwalm (von 1955 nach Brand des Dachstuhls) ist stark überformt und weist Elemente der Geschossgliederung des 16. Jahrhunderts auf: Holzsturz über dem ersten Obergeschoss, Segmentbogenblenden und Fensterarkaden sowie Blendokuli, leere Wappenschildern sowie Tausteinlisenen und -blenden sowie Farbwechsel der Ziegel. Die östliche Giebelwand der Durchfahrtbebauung in Fachwerkkonstruktion aufgeführt. Errichtet unter Einbeziehung des Vorgängerbaus von um 1400; Erweiterungen um 1517/18 (d) mit Durchfahrtbebauung. Fassadenerneuerung 1830 von H. Warnecke.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Lüneburg
Adresse
Große Bäckerstraße 26
Gemarkung
Lüneburg

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)