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Lüneburg, Hansestadt, Grapengießerstraße 1

Wohnhaus · Einzeldenkmal · Lüneburg, Hansestadt

Giebelständiger dreigeschossiger Backsteinbau mit hohem Satteldach in Ziegeldeckung, in Ecklage zur Kleinen Bäckerstraße. In der Ostfassade im zweiten Obergeschoss drei segmentbogenförmige Öffnungen über einem Fries mit Fischgrätmusetr erhalten, darunter ein eingelegter Balken. Zum Platz am Sande zwei seitliche zweigeschossige Utluchten (von denen die westliche eingeschossig nach Süden erweitert ist) mit je einem Kellerzugang; Keller mit einer quer gerichteten Bohlenbalkendecke, in der Westwand tiefe, formsteinlos gemauerte Segmentbogennischen. Im Kern erbaut in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, im Eigentum verschiedener Handwerker und Kramer. Die vormals wohl in einem Staffelgiebel auslaufende Südfassade um 1800 verändert, indem der Giebel begradigt, mit Traufstaffeln und einem Dreieckaufsatz ausgestattet sowie durch Bandgesimse in drei Dachgeschosse untergliedert wurde. 1891 im Erdgeschoss Einrichtung zweier mittig erschlossener Läden, wovon der östliche 1912 geteilt und ein weiterer Eingang an der abgeschrägten Südostecke angelegt wurde.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Lüneburg
Adresse
Grapengießerstraße 1
Gemarkung
Lüneburg

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)