Lüneburg, Hansestadt, Glockenstraße 9, Glockenhaus
Traufständiger dreigeschossiger Backsteinbau mit steilem Satteldach in Ziegeldeckung. Die lange Straßenfassade ist gegliedert durch in drei Reihen gegeneinander versetzte, stichbogige Öffnungen, die dreifach gestuften Fensterlaibungen sind aus Viertelkreis- bzw. Fasensteinen im Schichtenwechsel mit grün glasierten Steinen gefertigt. Die geschosstrennenden Gesimse bestehen aus Formsteinen und Schmuckkeramik, die Eingänge sind spitzbogenüberwölbt. Das Dachwerk ist in den unteren drei Geschossen mit einem doppelt stehenden, im obersten Geschoss mit einem einfach stehenden Stuhl konstruiert. Erbaut zwischen 1482 und 1484 (a) als Zeughaus, auch schon historisch als "Glockenhaus" bezeichnet. Das Gebäude diente zur Lagerung und Aufbewahrung von Waffen, in Friedenszeiten auch als städtisches Speichergebäude für Baumaterial sowie, vor allem im viergeschossigen Dach, für Korn und Mehl. Seit 1976/77 wird das Zeughaus als Veranstaltungsort und Bürogebäude genutzt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Lüneburg
- Adresse
- Glockenstraße 9
- Gemarkung
- Lüneburg
ÖPNV in der Nähe
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)