Lüneburg, Hansestadt, Bei der St. Johanniskirche 21, Johanneum
Freistehender zweigeschossiger Backsteinbau mit Walmdach in Ziegeldeckung, im Westen ein kurzer jüngerer Flügel unter Satteldach anschließend. Die Schaufassaden zur St. Johanniskirche verputzt, dabei die südliche Traufseite 32 Meter lang mit elf gleichmäßigen Fensterachsen. Erdgeschoss mit Putzritzung und rundbogigen Öffnungen, im Obergeschoss rechteckige Öffnungen, der jüngere Flügel gestalterisch angepasst. Inschrift über dem Eingang: "DOCTRINAE VIRTUTI HUMANITATI" ("der Lehre, der Tugend, der Menschlichkeit"). Die nördliche Traufseite ist backsteinsichtig belassen. Erbaut als Johanneum (heute Johannes-Rabeler-Schule) 1828/29 nach Entwurf des Lüneburger Stadtbaumeisters Johann Anton David Spetzler nördlich der St. Johanniskirche in Ost-West-Richtung mit südlich vorgelagertem Schulhof. Den östlichen Obergeschossraum nimmt die Aula ein, für die 1906 zur 500-Jahr-Feier der Schule ein Buntglasfenster mit der Darstellung Johannes des Täufers gestiftet wurde. Außer den Türen mit pylonähnlicher Rahmung dokumentieren auch noch zwei ehemalige Karzerräume die Ausstattung des frühen 19. Jahrhunderts. Von 1875 bis 1908 als Gebäude für die 1830 gegründete Lüneburger Höhere Mädchenschule genutzt, heute Förderschule.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Lüneburg
- Adresse
- Bei der St. Johanniskirche 21
- Gemarkung
- Lüneburg
ÖPNV in der Nähe
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)