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Lüneburg, Hansestadt, Bei der St. Johanniskirche 1, St. Johannis

Kirche · Einzeldenkmal · Lüneburg, Hansestadt

Die St. Johannis-Kirche wurde ab dem späten 13. Jahrhundert am Standort eines abgebrochenen Vorgängerbaus frei stehend östlich des seit 1229 bezeugten Platzes Am Sande errichtet. Der Turmhelm wurde nach einem Brand 1406 bis 1408 neu errichtet. Die fünfschiffige Hallenkirche ist aus mehrschaligem Backsteinmauerwerk errichtet, besitzt ein vierjochiges Langhaus, einen Westturm mit Turmseitenkapellen, eine polygonal schließende Choranlage und hohe, zweibahnige Lanzettenfenster. Der Schub an den äußeren Seitenschiffen mit den zweijochigen niedrigen Seitenkapellen wird durch abgetreppte Strebepfeiler aufgenommen. Das Hauptportal ist mit einer aufwändig profilierten Laibung und einem reich dekorierten Backsteingiebel versehen. Zur künstlerisch hochwertigen, heute reduzierten Ausstattung zählen unter anderem das Hochaltarretabel aus dem 15. Jahrhundert, die 1551-53 eingebaute und später barock umgebaute Orgel der niederländischen Meister Hendrik Niehoff und Jasper Johansen, der prunkvolle gotische Marienleuchter sowie mehrere Altäre aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Lüneburg
Adresse
Bei der St. Johanniskirche 1
Gemarkung
Lüneburg

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)