Lüneburg, Hansestadt, An der Münze 1, Patrizierhaus
Giebelständiger, zweigeschossiger Backsteinbaukomplex mit Zwischengeschoss und Dachgeschoss unter Satteldach und mit Auslucht an der Nordtraufe. Das Vorderhaus ist fünfachsig mit drei Spitzbogenöffnungen und Ochsenauge im Giebeldreieck. Das Erdgeschoss weist eine verputzte Fassade mit einem mittigen Rundbogeneingang auf, in dem sich eine zweiflügelige Tür mit Oberlicht befindet. Das Obergeschoss gliedert vier größere und eine kleinere Fensteröffnung mit geradem Sturz. Nach Geschossvorsprung weist das Zwischengeschoss fünf gleichgroße Fenster auf und setzt sich nach Westen entlang der Waagestraße im rückwärtigen, ältesten Bauteil fort. Diese nördliche Traufseite zeigt ein Gurtgesimsband aus Formensteinen, das auf eine Entstehung in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts hinweist und unterschiedliche Öffnungen. Im Erdgeschoss großformatige Ladenfenster, darüber zwei kleine, spitzbogige Öffnungen und vier Segmentbogenfenster im Obergeschoss. Hofseitig ist die Traufseite im Erdgeschoss steinsichtig mit Segmentbögen und im Obergeschoss mit Fachwerkkonstruktion versehen. Errichtet im 14./15. Jahrhundert. Erweiterungen hofseitig vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Fassadenveränderung mit Ladenbau und mit Giebelgestaltung im 19. und 20. Jahrhundert. Fassadenanstrich mit Ziegelaufmalung nach Instandsetzung 1975.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Lüneburg
- Adresse
- An der Münze 1
- Gemarkung
- Lüneburg
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)