Lüneburg, Hansestadt, Am Sande 53, Ratsbierkeller
Zwei giebelständige Bauten in Backstein mit Satteldächern in Ziegeldeckung: Zweigeschossiges ehemaliges Haupthaus im Osten, westlich davon die ehemalige Durchfahrtsüberbauung.
Das Haupthaus stammt im Kern aus der Mitte des 15. Jahrhunderts mit fünfteiligem Staffelgiebel mit ausschließlicher Vertikalbetonung, die Gliederung durch Blendarkaden setzt bereits im Obergeschoss an, die fünf Segmentbogenfenster sind ebenso wie die Segmentbogenabschlüsse der Staffeln einer späteren Umbauphase zuzuschreiben. Die Arkadenpfeiler aus Profilstäben sind wie die Pfosten der Zwillingsfenster in den Blenden im Schichtenwechsel mit grün glasierten Steinen gemauert. Die kleeblattförmig überdeckten Zwillingsfenster wurden ehemals zusätzlich von Terrakottawimpergen überfangen, das mittige Spitzbogenportal wurde 1912 beseitigt.
Die dreigeschgossige Durchfahrtsüberbauung stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und beseitzt straßenseitig ebenfalls einen fünfteiligen Staffelgiebel. Ein tausteingerahmter Fries mit Fischgrätmuster bildet den Übergang hierzu, die Ladeluken sind segmentbogenförmig, die Lisenen aus Viertelkreisformsteinen mit waagerechten Tausteinreihen und Zwillingsfenstern in den Staffeln.
Die Hausstelle befand sich seit 1561 im Eigentum des Lüneburger Rats und diente bis 1732 als Ratsbierkeller ("Hamburger Bierkeller").
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Lüneburg
- Adresse
- Am Sande 53
- Gemarkung
- Lüneburg
ÖPNV in der Nähe
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)