Lüneburg, Hansestadt, Am Sande 50
Zwei giebelständige dreigeschossige Bauten (ehemals Haupthaus im Westen und Durchfahrt östlich daneben) mit Satteldächern in Ziegeldeckung. Im Kern Bauten des 14. Jahrhunderts, auf der Hofseite einer der ältesten Giebel Lüneburgs der Zeit um 1300 überkommen, zu rekonstruieren als siebenteiliger Staffelgiebel, dessen Staffeln unabhängig von der Blendarkatur entwickelt sind. Mit hohem Erdgeschoss (ehemals Diele im Ostteil des Haupthauses) und niedrigerem ersten Obergeschoss. Die Durchfahrtüberbauung stammt im Kern aus der Zeit um 1500, der rückwärtige Giebel ist in Fachwerk mit gleichmäßigen Fußbändern und Backsteinausfachung (mit Musterung) gestaltet. Die gegen Ende des 18. Jahrhunderts veränderte, dem Platz zugewandte Fassade wurde um 1878 mit geputzten Gliederungselementen wie Fensterfaschen und zwei Segmentgiebeln über Pilastern überarbeitet und optisch zusammengefasst. Das auf das 14. Jahrhundert zurückgehende Hauptgebäude wurde 1426 von der Patrizierfamilie Schomaker an den späteren Bürgermeister Sengstake übertragen und befand sich im 16. und 17. Jahrhundert im Eigentum der Patrizierfamilien Schneverding bzw. Dithmers.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Lüneburg
- Adresse
- Am Sande 50
- Gemarkung
- Lüneburg
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)