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Lüneburg, Hansestadt, Am Marienplatz 2, Waisen-, Werk- und Zuchthaus

Arbeitshaus · Einzeldenkmal · Lüneburg, Hansestadt

Anlage um einen rechteckigen Innenhof aus vier Gebäudeflügeln. Zwei langen, zweigeschossigen Backsteinbauten im Westen und Osten, einem Fachwerkflügel nach Norden und einem Backsteinriegel im Süden. Die Ostfassade des hohen, nach Norden abgewalmten Hauptflügels ist auffällig strukturiert durch zwölf Fensterachsen mit Kolossalpilastervorlagen mit korinthischen Kapitellen aus Gipsmörtel, die ein mehrfach gestuftes Gebälk aus Faszienarchitrav, Backsteinfries und Kranzgesims tragen. Außermittig erschließt eine korbbogige Durchfahrt den Hof und die hofseitig liegenden Eingänge. Die sechsachsige Südfassade nimmt das gleiche Fassadendekorum wie die Ostfassade auf, aber unterscheidet sich durch stichbogige Fensteröffnungen im Erd- und Obergeschoss gegenüber den nur im Erdgeschoss befindlichen des Ostflügels. Die West- und Nordfassaden wie die hofseitigen sind schlicht gestaltet. Errichtet als Werk-, Waisen- und Zuchthaus 1699-1701 durch einen Um- und Neubau eines ehemaligen Hauptgebäudes des Franziskanerklosters unter dem Mühlen- und späteren Stadtbaumeister G. Schultz. Modernisierungen durch den Stadtbaumeister Heinrich Holste 1848/1849. Erweitert Ende des 19. Jahrhunderts um den Südflügel an der Nordflanke des Marienplatzes.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Lüneburg
Adresse
Am Marienplatz 2
Gemarkung
Lüneburg

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)