Lüneburg, Hansestadt, Am Berge 8, Tapetenfabrik Penseler
Unter Einbeziehung eines älteren Giebelhauses entstandener, zweigeschossiger Putzbau mit Satteldächern in Ecklage entlang der Nordecke der Münzstraße. Die achtachsige Ostfassade ist mit zwei reich geschmückten Schaugiebeln ausgestattet und beide Gebäude unter einer Putzdekorstruktur zusammenfasst: Horizontal durch kräftige Gurt- und Sohlbankgesimse sowie Brüstungsbalustraden, vertikal durch Eckquaderung und Pilaster. Mittiges, stark hervortretendes Ädikulaportal mit Treppenpodest. Die Giebel ausgestattet mit flachen Dreiecken als Abschluss und mit Viertelkreisfächerrosetten in den Staffeln, die am Fuß seitlich von je zwei Figuren begleitet werden. Die sechsachsige Südseite beschließt ein Traufgesims mit Palmettenmotiv. An der Westseite zum Hof dreigeschossiger Trakt von fünf Achsen unter Walmdach. Reiche Innenausstattung: Vestibül mit Wandpaneelen und Stuckdecke im Erdgeschoss des 19. Jahrhunderts; barocke Treppenanlage mit Schnitzwerk als Spolie. Errichtet 1873 als Umbau eines Giebelhauses mit Nebengebäuden wohl des 16. Jahrhunderts. Erweiterungen mit Anbau um 1900. Umbauten 20. Jahrhundert.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Lüneburg
- Adresse
- Am Berge 8
- Gemarkung
- Lüneburg
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)