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Wurster Nordseeküste, In der Langen Straße, St. Willehadi

Kirche · Einzeldenkmal · Wurster Nordseeküste

Saalkirche aus Tuffstein mit eingezogenem rechteckigem Chor, unter ziegelgedeckten Satteldächern. Die Nordwand ganz in Tuffstein erhalten, durch flache Lisenen in sieben Felder gegliedert, darin fünf kleine Rundbogenfenster mit Sichelbögen aus Radialbindern (1895 tiefergelegt und vergrößert), unter der Traufe Rundbogenfries. Die Südwand des Kirchenschiffes erneuert. Chorwände ebenfalls mit Lisenengliederung, Bogenfries und je einem großen Rundbogenfenster. In der Mitte des Chorgiebels und in den Ecken des Schiffsgiebels Oculi. Mit wuchtigem Westturm, dessen Erdgeschoss aus Quadern, die drei Obergeschosse aus Tuffstein mit Horizontalgliederung durch Rundbogenfriese gestaltet sind. Erbaut wurde die St. Willehadikirche im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts. Der Turmhelm wurde 1930 nach Vorbild eines älteren aus der Barockzeit wiederaufgebaut. - Im Inneren das Schiff flachgedeckt, der Chor gewölbt mit einem achtteiligen Gewölbe mit gebusten Kappen und Wulstrippen. Vor der Ostwand die Spuren eines Lettners aus der Erbauungszeit der Kirche. Mittelalterliche Wandmalereireste, die ältesten an der Ostwand des Schiffes. Die Balkendecke mit Bemalung von 1737 (i). Ausstattung (Altar, Kanzel, Chorgestühl, Taufständer, Schiffgestühl, Priechen, Westempore) des 17. und 18. Jahrhunderts; Reste des alten Gemeindegestühls mit Faltwerk von 1581 (i). In der kreuzgratgewölbten Erdgeschosshalle des Turmes zwei Kreuztragungsreliefs aus Sandstein des frühen 16. Jahrhunderts (wohl Reste eines Kreuzweges).

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Wremen
Adresse
In der Langen Straße
Gemarkung
Wremen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)