Wurster Nordseeküste, Arp-Schnitger-Straße, St. Peter und Paul
An einen älteren Westturm aus Backstein angesetzte rechteckige Saalkirche unter ziegelgedecktem Satteldach. Der Westturm im Kern noch spätmittelalterlich, 1790 (a) ausgebessert, mit hoher zwiebelförmiger Haube. Das Schiff in den Längswänden mit Sandsteinquadern im Wechsel mit Backsteinstreifen gemauert, die Ostwand aus Granitblöcken und Backstein, 1815-1816 von Landbaumeister Wundram unter Einbeziehung von Mauerresten des 1810 abgebrannten Vorgängerbaues erbaut. Die Westseite und große Teile der Südseite des Turmes 1936 neu verblendet. An der Chorwand mehrere Grabplatten des 17. und 18. Jahrhunderts. - Im Inneren eine hölzerne Segmentbogentonne, Kanzelaltar von 1815, in der Bekrönung Christus Salvator und zwei posaunenblasende Engel, ursprünglich zur Orgel gehörend. Orgel 1679 von Arp Schnitger für die St. Johanniskirche in Hamburg gearbeitet, 1816 hierher übertragen. Mit Ornamenten und Figuren verzierter Prospekt mit Rückpositiv, das Werk original. Sechs große Grabplatten, darunter die als Hochrelief gearbeitete Platte des Vogts Eide Frouwes und seiner Frau von 1645. Außerdem für Pastor Johan Brandts (+1604); für Johan Smultes (+1581), oberhalb des knienden Verstorbenen ein Auferstehungsrelief; für Johan Smultes d. J. und seine Frau (1581). Zwei weitere Grabsteine von 1544 und 1605.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Cappel
- Adresse
- Arp-Schnitger-Straße
- Gemarkung
- Cappel
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)