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Warberg, An der Burg 3, "Neue Burg" Warberg; Domäne Warberg

Burg · Einzeldenkmal · Warberg

Ehemalige, von einem Graben umgebene Wasserburg, unterteilt in eine südwestliche Ober- und eine nordöstliche Unterburg. Den ältesten Baubestand bildet ein ca. 19 m hoher Bergfried aus dem frühen 13. Jh. in geschlämmten Kalkbruchsteinmauerwerk auf quadratischem Grundriss, mit profilierten Rundfenstern und schiefergedecktem Walmdach. Den Turm umschließt ein eingeschossiges herrschaftliches Gebäude mit Renaissanceportal der zweiten Hälfte des 16. Jh. sowie bauzeitlichen zum Teil profilierten und in schräger Rautenform gestalteten Fenstern, ursprünglich befand sich dort auch ein Renaissance-Erker.
Die Oberburg befindet sich auf einem bastionsartig erhöhten Plateau, von einer Futtermauer aus Kalkstein-Quadermauerwerk mit Widerlagern gestützt, eine Treppe führt an einem Fachwerk-Zwischenbau zum Hof der Unterburg, welcher zur früheren Brennerei gehörte. Zwischenbau massiv im Erdgeschoss, über einem Gewölbekeller, mit Spitzbogenportal, darüber ein vorkragendem Fachwerk-Obergeschoss auf profilierten Knaggen mit Treppenfries im Gebälk, in den Brüstungsfeldern Fußstreben-Paare, Schwellinschrift mit der Datierung „1462“ und dem Wappen von Warberg.
Der Südflügel ist im Erdgeschoss massiv in Bruchsteinmauerwerk, das Obergeschoss in Fachwerk, bekrönt von einem Halbwalmdach in Ziegelpfannendeckung. An seiner südöstlichen Gebäudeecke befindet sich das Burgtor, zu dem eine den Burggraben überspannende Brücke führt. Im Osten schließt das dreigeschossige, vollständig massive und im Kern mittelalterliche Herrenhaus als Ostflügel der Burg an, unter steilem Satteldach in Ziegelpfannendeckung, die Fenster in schlichten Werksteineinfassungen mit Spuren gotischer und neuzeitlicher Durchfensterung.
Den Nordflügel bildet ein zweigeschossiger Fachwerkbau an, mit teils massiven Erdgeschoss und nördlich vollständig massiven Außenmauern an. Hofseitig geziert mit Fußwinkelhölzern in den Brüstungsgefachen sowie einem profilierten und farbig gefassten Gebälk, im Giebelfeld der westlich abknickenden Gebäudeecke ein Uhren-Ziffernblatt. Nördlich befindet sich ein völlig modernisierter massiver Risalit-Vorbau. Die Burg ist zum Graben hin von einer durch Streben gestützten Mauer umgeben, die den Gebäuden der Unterburg gleichzeitig als Außenmauer dient.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Warberg
Adresse
An der Burg 3
Gemarkung
Warberg

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)