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Uehrde, Kirchberg, Kirche Watzum

Kirche · Einzeldenkmal · Uehrde

Gewölbte dreijochige Saalkirche unter Satteldach in Hohlpfannendeckung mit leicht eingezogenem, gewölbtem Chor und polygonaler Apsis sowie massigem, querrechteckigen Westturm unter Walmdach mit Laterne und Helm in Schieferdeckung, 1901 grundlegend erweitert um quadratische Querarme nördlich und südlich des Chorjochs unter Satteldach, deren Stirnseiten durch Strebepfeiler an den Ecken gesichert werden, der südliche zudem durch einen polygonalen Treppenturm unter Helmdach an der Südostecke. Im Aufriss sind die Querarmfronten gekennzeichnet durch je einen leicht vorspringenden Eingangsportikus mit Dreiecksgiebel, eine Fenstergruppe aus drei gestaffelten Lanzettfenstern und drei gestaffelten, blinden Okuli, die von Wappenschilden gefüllt werden. 1901 angefügt wurde zudem die Sakristei an der südöstlichen Wand der Apsis mit 3/8-Schluss. Die südlich vor dem Haupteingang im westlichen Joch liegende quadratische Vorhalle mit profiliertem Spitzbogenportal wurde 1703 erneuert und 1901 erhöht. Baumaterial des gotischen Gebäudes ist Bruchstein mit Werksteineinsatz an Sockel, Strebepfeilern, Fenstergewänden, profiliertem Traufgesims, Chorscheitelfenster zweibahnig mit Fischblase im Couronnement. Mauerwerk des Turms verputzt, sein südlicher Rundbogeneingang ist zugesetzt. Anbauten aus lagig geschichteten Handquadern, Sockel, Strebepfeilern, Fenstereinfassungen, Mauer- und Giebelkanten aus Werksteinen. Am Außenbau unter dem Chorscheitelfenster ein Kalksteinrelief mit Christuskopf, 15. Jahrhundert.
Im Inneren Wölbung durch Kreuzrippen mit Birnstabprofil, die im Chor und westlich des Triumphbogens auf Diensten mit vegetabil dekorierten Kapitellen ruhen. Allein durch spitzbogige Scheidbögen getrennt, bilden Chorjoch und Querarme einen durchgehenden Gemeinderaum quer zur mittelalterlichen Kirchenachse. Neugotische Vermalung durch Adolf Quensen, bunte Bleiglasfenster, Altar, Kanzel, Gestühl und Empore mit Orgel um 1900. Im Untergeschoss des Turms Erbbegräbnis der Familie von Weferlingen mit 22 Holzsärgen und vier Steinsarkophagen des 17. und 18. Jahrhunderts.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Watzum
Adresse
Kirchberg
Gemarkung
Watzum

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)