Steinhorst, In der Seege 3
Südlich der Furt gelegen und mittig auf der Grundstücksfläche platziert, präsentiert sich giebelständig zur Zufahrt ein freistehender Fachwerkbau mit Backsteinausfachungen unter Halbwalmdach in Hohlpfannendeckung. Wirtschaftsteil mit Diele im östlichen Gebäudeteil, westlich Wohnteil zweigeschossig in Stockwerksbauweise. Am Ostgiebel mittig Dieleneinfahrtstor, rechts davon ein hölzerner Anbau unter Pultdach.
Fassadenseitig hat das Fachwerk wenige nachträglich Veränderungen vorzuweisen; im Wirtschaftsteil sind Mistgangtür und Stall-Luke erhalten.
Das Dachtragewerk zeigt den authentischen vermutlich bauzeitlichen Zustand eines unverbauten Dachstuhles, doppelt stehender Stuhl, leicht nach innen geneigte Stuhlsäulen, gleichmäßige Sparrenanordnung, bedeckt von modernen Hohlpfannen im Mörtelbett. Dachgeschosseinbauten [vermutl. (Räucher)kammern] in Fachwerk mit Lehmausfachungen erhalten.
Das Obergeschoss liegt fast unverändert vor mit Lehminnenputz und teilweise Lehmsteingefachen, nach außen öffnende Holzfenstern des späten 19./ frühen 20. Jahrhunderts. Wellerhölzer an den Holzbalkendecken und kassettierte Innentüren des 19. Jahrhunderts.
Die Darstellung auf einer Kupon-Karte aus dem Jahr 1873 und auch die Preußische Landesaufnahme von um 1890 belegen den heutigen Standort des Wohn-/Wirtschaftsgebäudes. Im Analogieschluss zu ähnlichen Objekten dieses Bautyps macht eine Einordnung der bauzeitlichen Entstehungszeit auf um 1830 bis um 1850 wahrscheinlich. Die Inschrift auf dem Dielentorbalken nicht leserlich.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Steinhorst
- Adresse
- In der Seege 3
- Gemarkung
- Steinhorst
ÖPNV in der Nähe
- Steinhorst, Ortsmitte · 186 m
- Steinhorst, West · 534 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)