Sögel, Clemens-August-Straße, St. Jakobus
Katholische neugotische Backstein-Hallenkirche. Erbaut 1867-71 von den Brüdern Hermann Hensen und Johann Bernhard Hensen, nach Tod des letzteren vollendet durch Hermann Hensen und den Meppener Architekten Huldermann. Eingezogener Westturm auf quadratischem Grundriss mit spitzbogigem Eingangsportal mit breitem Gewände und darüber liegender Maßwerk-Fensterrose. Eckbetonende Strebepfeiler, diese zum Teil mit neugotischen Fialen und Wasserspeiern bekrönt, seitliche Annexbauten am Turm sowie umlaufende Geschossgesimse aus Sandstein. In der Höhe gestaffelte Öffnungen im Glockengeschoss, je zwei äußere als Blindnischen und zwei schlanke hohe Schallöffnungen mit Maßwerk ausgebildet, darüber vier Spitzgiebel und kupfergedeckter Spitzhelm. Die übrigen Fenster im Turm als Biforium mit Kaffgesimsen unter spitzbogigem Fries ausgebildet. Die Seitenschiffe an der Westfassade mit Satteldachgiebeln gestaltet, hier zwei kleinere Nebenportale vorhanden, ebenso alle Joche der Seitenschiffe mit Spitzgiebeln und Quersatteldächern. An den Fassaden Wechselspiel aus buntverglasten Sandstein-Maßwerkfenstern von 1914 und Strebepfeilern, in den Giebelfeldern jeweils runde Maßwerk-Fenster. Die Maßwerkgestaltung der hohen spitzbogigen Fenster individuell mit Dreiblatt, Dreipass und Fünfpass. Die jeweils darüber liegenden Rundfenster gen Osten als Dreipass, Vierpass, Fünfpass und Sechspass ausgebildet. Das Querhaus gestalterisch eingegliedert, jedoch in erweiterter Breite und Höhe ausgebildet. Im Osten polygonaler Chorabschluss mit umlaufenden Spitzgiebeln und Strebepfeilern, seitliche durch spitzbogige Arkaden geöffnete niedrige Kapellenanbauten. Im Inneren hohe Bündelpfeiler mit ziegelsichtigen Diensten, darüber weit gespannte Kreuzrippengewölbe, in der Vierung als Sterngewölbe ausgeführt. Die Gewölbe weiß geputzt mit feinen floralen Malereien entlang der Rippen. Kronleuchter von dem Kupferschmied Hanewinkel von 1871, Altar mit Reliquien und Tabernakel aus Sandstein von 1988, Taufstein aus Bentheimer Sandstein aus der Zeit um 1180 aus einer Vorgängerkirche, Apostelfiguren von Petrus und Paulus sowie Pietà aus der Barockzeit erhalten. Von den Glocken eine um 1280, zwei von 1516 und eine von 1518.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Sögel
- Adresse
- Clemens-August-Straße 6o. Nr.
- Gemarkung
- Sögel
ÖPNV in der Nähe
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)