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Sibbesse, Kirchenanlage Wrisbergholzen, Gruppe baulicher Anlagen

Siedlungswesen ➔ Kirchenanlage (Baukomplex) · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Sibbesse

Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Bereits für das Jahr 1025 ist eine Kirche samt Konventsgebäuden in Holthusen (Wrisbergholzen) belegt; Bischof Godehard strebte die Verlegung des Klosters St. Michael dorthin an. Dies scheiterte aber, sodass die ebenfalls dort begüterten und Herren von Holthusen und weiterer Stiftsadel dort an Einfluss gewannen, darunter auch die seit der Mitte des 14. Jahrhundert nachweisbaren Herren von Wrisberg. Durch geschickte Heiratspolitik mit der Erbtochter derer von Holthusen konnten von Wrisbergs 1403 die Hälfte von Rittergut und Dorf erwerben und die Rechtsnachfolge mitsamt des Patronatsamts der von Holthusen antreten. Dieser Besitz konnte im Laufe der folgenden Jahrzehnte ausgeweitet werden. 1569 war Wrisbergholzen auch Sitz einer Superintendentur. Die Kirche ist eng mit den Herren von Wrisberg verbunden, deren Gutsherrschaft den gesamten Ort mitsamt seiner Pfarrkirche über Jahrhunderte hinweg prägten. Die Kirchengruppe setzt sich zusammen aus dem an den romanischem Westturm zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbauten Kirchenschiff und dem Kirchhof mit altem Baumbestand, einem Gefallenendenkmal und einem Grabmal des 19. Jahrhunderts.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Wrisbergholzen
Gemarkung
Wrisbergholzen

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)