Sibbesse, Fayence Manufaktur mit Nutzgarten, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Das Fachwerkgebäude von 1736, Kernstück der Gruppe baulicher Anlagen der ehem. Fayencen-Manufaktur, befindet sich nördlich außerhalb des Gutshofes Wrisbergholzens, unweit der ehem. Zehntscheune, an einem das Wasser für die Produktion liefernden Bachlauf, der auch den Wassergraben des Schlosses speist. Die Denkmalgruppe setzt sich zusammen aus dem Manufakturgebäude und dem sich nördlich der ehemaligen Produktionsstätte für Fayencen erstreckenden historischen Nutzgarten, dem Küchengarten westlich der Manufaktur und nördlich angrenzender Obstwiese zur Versorgung des Gutes. Der Anfang 1730 von Kassel nach Wrisbergholzen berufene Baumeister Ernst Julius Bütemeister wurde mit den Planungen des Manufakturgebäudes beauftragt, wegen seines frühen Todes verantwortete ab 1735 sein Bruder, Erich Joachim Bütemeister, die Fortsetzung des Baues. Jener war auch zwischen 1742 und 1745 verantwortlich zeichnend für die Anlage des neuen Schlosses und der Gutsanlage und wurde nach seiner Bautätigkeit für Graf Wrisberg zum herzoglich Lüneburgischer Landbaumeister ernannt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Wrisbergholzen
- Gemarkung
- Wrisbergholzen
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)