Schladen-Werla, Lindendamm 1, Renaissancewohnhaus, Domäne Schladen
Dreigeschossiges massives Wohnhaus mit Fachwerkobergeschoss unter Satteldach in Krempziegeldeckung, traufständig zum alten Burghof, im Norden angebunden an das Verwaltergebäude, am Südwestgiebel Anbau eines ehemaligen Stallgebäudes, mit Obergeschoss und Dachgiebel freistehend, hier mit Linkskremperbehang. Zwei Massivgeschosse aus Bruchsteinmauerwerk, hoher Sockel mit Schrägprofil, zwei Reihen rechteckige Fenster, darunter ein kleines und zwei gekuppelte mit Eierstab im dreiseitig umlaufenden Profil, seitlich über vorgelegter Freitreppe Portal mit Ädikularahmen in Spätrenaissanceformen. Über das (1984 erneuerte) Portal war die Burgkapelle erreichbar, die laut einer Walkenrieder Urkunde von 1382 St. Gangolf geweiht war. An der Nordostecke abgeschrägter Strebepfeiler, an der Nordwestecke Rest der Umfassungsmauer, reduziert auf einen langen, gestaffelten Stützpfeiler mit zwei eingelassenen Inschriftenplatten. Die hier angesprochene Baumaßnahme des Drosten Hermann Werner von Schorlemer von 1728 dürfte auf das Fachwerkgeschoss zu beziehen sein. Fachwerk in Stockwerkzimmerung mit leichter Auskragung an beiden Traufseiten, je eine K-Strebe in einem Eckfeld.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Schladen
- Adresse
- Lindendamm 1
- Gemarkung
- Schladen
ÖPNV in der Nähe
- Schladen, Bahnhof · 618 m
- Schladen, Lindendamm · 166 m
- Schladen, Markt · 200 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)