Schladen-Werla, Am Bahnhof 4, Bahnhof Schladen
Fachwerkbau auf Natursteinsockel mit quaderförmig profilierter Holzverkleidung, freistehend außerhalb des Ortskerns von Schladen. Länglicher eingeschossiger Mitteltrakt unter Satteldach mit Ziegeldeckung zwischen zweigeschossigen Seitenrisaliten unter flachgeneigten Walmdächern, wobei an den südlichen ein zweiachsiger, beidseitig eingerückter Anbau von gleicher Traufhöhe unter Walmdach angeschoben ist. Er enthält u.a. eine zweiläufig-gegenläufige Treppe, mit der das Obergeschoss des südlichen Außenrisaliten erschlossen wird, dürfte aber dennoch analog zu Vienenburg nachträglich hinzugefügt worden sein. Bei der Sanierung 1996 wurde die Verkleidung mit Faserzementplatten, mit denen das Gebäude vollständig verschalt war, beseitigt und der ursprüngliche, für die Harzregion typische horizontale Holzbeschlag freigelegt und aufgearbeitet. In der für den Klassizismus bezeichnenden Weise imitiert die Holzverkleidung einen Massivbau aus Steinquadern, während die nach Befund rekonstruierten hölzernen Gliederungselemente wie Sockelvertäfelung, Geschossgesims, Kreuzstockfenster, Türen- und Fensterrahmen mit Verdachungen und versprossten Oberlichtern sowie Traufgesims in klassizistischen Formen gehalten sind. Erhalten ist das bauzeitliche hölzerne Perronpultdach mit zehn kunstvoll beschnitzten Ständern, Quer- und Längsbalken sowie Kopfbändern. Zum Baujahr liegen keine gesicherten Angaben vor, bisher wird stets der 1840 datierte Bahnhof in Vienenburg als prototypisch angesehen.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Schladen
- Adresse
- Am Bahnhof 4a-c
- Gemarkung
- Schladen
ÖPNV in der Nähe
- Schladen, Bahnhof · 22 m
- Schladen, Markt · 557 m
- Schladen, Lindendamm · 697 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)