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Schellerten, Dorfstraße 36

Pfarrhaus · Einzeldenkmal · Schellerten

Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Fachwerkstockwerksbau inmitten des Ortes nördlich der Kirche an der Dorfstraße, der ehemaligen Hauptstraße, errichtet wohl Ende des 18. Jahrhunderts, um 1900 Umgestaltung des Gebäudeinneren. Stattlicher zweigeschossiger Bau mit leicht vorkragendem Obergeschoss unter Krüppelwalmdach; giebelständig zur Dorfstraße in leichter Schrägstellung ausgerichtet, der Südostgiebel und die südwestliche Traufseite mit wiederhergestelltem Sollingsandstein-Plattenbehang in Rautenanordnung, auf Geschosshöhe Zierbänderung mit Krönchen-Motiv; der Nordwestgiebel und die nordöstliche Traufseite sind mit modernen Ziegelpfannen behangen. Gebäudeecken, entlang der Traufe und des Ortganges Schieferplattenbehang. Die südöstliche Fassade gliedert sich in sieben Fensterachsen, mittig Haupterschließung; Nebeneingang für den nordwestlichen Teil über Zugang in der nordwestlichen Achse. Im Inneren hat sich eine qualitätsvoll ausgeführte Ausstattung des frühen 20. Jahrhunderts erhalten (z.B. Eingangsbereich mit Zwischentür/Windfang, Zement-/Mosaikfliesenboden, Geländer Treppenaufgang, Türlaibungen, Türblätter, kassettierte Wandvertäfelung um 1900, Decke mit verputzter Balkenlage, breite Dielen und Leistenabschluss). Das Kehlbalkendach wird gestützt von einem doppelt abgestrebten Stuhl. Beide Giebelflächen mit kleinen Fensteröffnungen, teilweise Rußspuren an den Balken und Reste eines Verschlages deuten auf Rauchkammer, Teilnutzung als (Wohn-)Kammer bzw. zumindest teilweise Lagernutzung des Dachraumes hin. Sandsteinstufen führen in den Kellerraum unter dem südöstlichen Hausdrittel des Gebäudes mit Kappendecke zwischen Stahlträgern.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Schellerten
Adresse
Dorfstraße 36
Gemarkung
Schellerten

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)