Über die Dörfer
- Fahrrad

Die Tour ist nur 32 km lang. Zeit genug, gemütlich zuradeln und Pausen einzulegen. Los geht’s in Rosche. Über Teyendorf und Göddenstedt gelangst du nach Dallahn im äußersten Osten des Landkreises Uelzen. Von hier kannst du das benachbarte Wendland praktisch schon sehen. Im nächsten Dorf, Dalldorf, steht eine Feldsteinkapellevon 1668. Kurios: Wegen eines Streits wurde sie zuerst im NachbardorfGöddenstedt errichtet und Jahre später nach Dalldorf umgesetzt. Die Kapelle bestehtaus Feld- und Sandsteinen und einem hölzernen Glockenturm. Innen finden sich Holzschnitzereienund Fenster mit Wappenmalereien. Über Grabau, Nestau, Növenthien und Kölau erreichst du Suhlendorf. Hierlockt das barrierefreie Freilichtmuseum mit Einblicken ins Thema „Mühlen undMüllerhandwerk“. Auch kann man sich verschiedene Handwerksberufe im Wandelder letzten 100 Jahre anschauen: vom Schuhmacher über Töpfer, Schmied, Sattlerund Polsterer bis Dachdecker, Tischler, Radiotechniker, Drucker. Müssen Siegesehen haben: den Friseursalon aus den fünfziger Jahren! Auf dem Freigeländeragt die über 200 Jahre alte Bockwindmühle „Auguste“ in die Höhe. AnAktionstagen ist sie in Betrieb und mahlt Korn zu Mehl. Nach dem Museumsbesuch geht’s weiter nach KleinEllenberg. Kurz hinter dem Ort liegt rechter Hand der 85 Meter hohe Ilkenberg. Ob der „Heilige Berg“ tatsächlich eine vorchristliche Kultstätte für Versammlungen und Opferrituale war, ist umstritten. Zumindest hat man von hier einen herrlichen Blick über die Landschaft. Runter vom Berg und wieder rauf aufs Rad – die Tour führtweiter nach Gavendorf. Nordöstlich von Gavendorf liegt das Naturschutzgebiet„Schwarzes Moor“, ein Hochmoorrest, geprägt von Moorbirken, Kiefern undGlockenheide. Du kannst ins Moor hineinlaufen, aber bleibe bitteunbedingt auf den Wegen! Linker Hand von Klein Pretzier, dem nächsten Dorf an derStrecke, liegt Kahlstorf. Zwischen den beiden Orten zeigen Schilder den Weg zueiner 5.000 Jahre alten Grabkammer. Sie ist 26 Meter lang und 7 Meter breit! DieBauern der Trichterbecherkultur haben sie errichtet und hier ihre Totenbestattet. Wieder zurück auf der Hauptroute radelst du nach Molbath.Hier hat der NABU ein Feuchtbiotop geschaffen, in dem Kraniche und derMoorfrosch zu Hause sind. Auch Zwergtaucher, Nachtigall und Pirol brüten hier.Idealerweise hast du ein Fernglas dabei: Von der Beobachtungsplattform kannst du das NABU-Feuchtbiotop überblicken. Über Klein Malchau führt die Tour zurück zum Startpunkt Rosche.
- Länge
- 31.1 km
- Dauer
- 2 Std. 3 min
- Höhenmeter
- ↑ 168 m · ↓ 168 m
- Start
- Bevensener Straße / Lüchower Straße 1 (B493)
Bild: Lamprecht / Wellmann (Lizenz CC BY-SA)
Quelle: HeideRegion Uelzen e.V., Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY-SA)