Osterbruch, Dorfstraße 27, St. Petri-Kirche
Im Kern romanische Saalkirche aus Feldstein mit leicht eingezogenem Chor und ursprünglich halbrunder Apsis unter Satteldach in Hohlpfannendeckung; vor allem auf der Nordseite Wandreste mit vermauertem Rundbogenfenster erhalten; errichtet gegen 1200. Der Chor im 14. Jahrhundert polygonal umgestaltet. Die Wände wurden mit Backsteinen nach und nach erneuert (u.a. am Ende des 19. Jahrhunderts), Strebepfeiler an der Südseite im 18. und 19. Jahrhundert hinzugefügt, die Rundbogenportale im Norden und Süden sukzessive verändert und die Fenster Mitte des 19. Jahrhunderts zu Segmentbogenfenstern vergrößert. Unmittelbar vor der Westwand steht der hölzerne Glockenturm von 1648 unter einem Knickhelm mit geschweiften Eckgraten von 1701 ursprünglich in gemusterter Holzschindeldeckung, heute in Kupferdeckung. – Im Inneren Raumabschluss durch Holzbalkendecke, Balken mit geschnitzten Brettern vernagelt 1668, die Bretterdecke im Chor bemalt durch Johan Branck 1674, die Holzbalkendecke im Schiff durch Andreas Mithobio 1697. Das Kehlbalkendachwerk stammt aus dem 17. Jahrhundert. – Ausstattung: Altarretabel 1618 wohl von Gebhard Titge mit Kniebänken von 1613; Kanzel mit Schalldeckel aus dem ersten Viertel des 17. Jahrhunderts wohl von M. Ringkmacher; Bronzetaufbecken frühes 13. Jahrhundert; Gemeindegestühl 1653; auf der Westempore von 1696 Orgelprospekt vom Ende des 18. Jahrhunderts; Schnitzfiguren von Heiligen gegen 1520; Doppelbildnis von Luther und Melanchthon 1597, erneuert 1817; Glocke 1576.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Osterbruch
- Adresse
- Dorfstraße 27
- Gemarkung
- Osterbruch
ÖPNV in der Nähe
- Osterbruch(Niederelbe) Ortsmitte · 122 m
- Osterbruch-Süderende Sportplatz · 320 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)