Osten, Fährstraße
Fährbauwerk am Ufer der Oste als Verbindung der Orte Osten und Hemmoor. Es handelt sich um ein Tragegerüst als Stahlfachwerkkonstruktion aus genieteten Stahlträgern, einer Fahrgondel und je zwei Stützpfeilern über Betonfundamenten mit Pfahlrostunterbau an den Uferseiten. Die Entfernung von Pfeilermitte zu Pfeilermitte am gegenüberliegenden Ufer beträgt 80 Meter. Auf jedem Stützenfundament erhebt sich ein Stahlfachwerkportal von 25 Metern Weite. In ca. 30 m Höhe befinden sich zwei Schienenträger, auf denen eine abgehängte Gondel, ebenfalls eine Stahlfachwerkkonstruktion, über vier Laufräder verfahren werden kann. Unterhalb des Gondelfachwerks ist die Personenplattform montiert. Auf der Ostener Seite kragen die Stahlträger hervor und verhindern das Vorschweben der Gondel über die Pfeilervorderkante. Der Antrieb erfolgt mittels Elektromotor. Der erste Entwurf für das Bauwerk von 1903 geht auf den Neuhäuser Wasserbauinspektor Abraham zurück. Dieser wurde von den Konstrukteuren der Firma MAN Gustavsburg weiterentwickelt. Baubeginn war Ende 1908, Fertigstellung im August 1909. Die Bauleitung oblag dem Dipl.-Ing. Max Pinette aus Berlin. Die ausführenden Firmen waren MAN Gustavsburg, AEG Berlin und die Firmen A.D. Hahn und Thumann und Diercks aus Osten. 1920 erfolgte die erste technische Erneuerung mit der Umrüstung von Gleichstrom auf Drehstrom. 1939 waren Veränderungen am Stahlwerkträger nötig zur Erhöhung der Tragfähigkeit von 12 auf 14 Tonnen. 1966 erneute Erhöhung der Tragfähigkeit auf 18 Tonnen und Erneuerung der Gondel. 1974 wurde der Fährbetrieb eingestellt. Umfangreichere Sanierungen erfolgten 1994 und 2001-2005.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Osten
- Adresse
- Fährstraße
- Gemarkung
- Osten
ÖPNV in der Nähe
- Osten(Hemmoor) Birkenstraße · 515 m
- Osten(Hemmoor) Grundschule · 754 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)