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SUMMARY:Michaela Melián: Osnabrücker Gesänge – Rosi Ève Hélène.
LOCATION:Lotter Straße 2\, 49078 Osnabrück
DESCRIPTION:Die Künstlerin und Musikerin Michaela Melián richtet den Blic
 k auf Themen wie Emigration\, Flucht\, Vertreibung. Ihre multimedialen Ins
 tallationen verknüpfen Geschichten\, die mit Orten\, Objekten oder Biogra
 fien verbunden sind\, mit gesellschaftlichen Fragen. Sie erschafft dabei v
 ielschichtige\, sinnlich erfahrbare Räume.\n\nIm Felix-Nussbaum-Haus ents
 teht im Rahmen der Reihe "Gegenwärtig. Zeitgenössische Kunst begegnet Fe
 lix Nussbaum" eine Welt aus Klangskulpturen und Projektionen\, die Vergang
 enheit und Gegenwart\, Kunst und Gesellschaft auf besondere Weise verbinde
 t. Meliáns Arbeiten regen dazu an\, über Sichtbarkeit\, Machtverhältnis
 se und Erinnerung nachzudenken – sie verzichten auf klare Botschaften un
 d betonen stattdessen die Vielschichtigkeit und Komplexität ihrer Themen.
 \nFür die Ausstellung entwickelt Michaela Melián eine Installation\, die
  aus der Auseinandersetzung mit den Texten der französischen Philosophin 
 und Schriftstellerin Hélène Cixous (1937 in Algerien geboren) entstanden
  ist. Cixous‘ Familie stammt aus Osnabrück und war mit Felix Nussbaum u
 nd seiner Familie bekannt.\nEve Cixous – Hélènes Mutter – ist als Ev
 a Klein in Osnabrück aufgewachsen. Ihre Mutter – Hélènes Großmutter 
 – heißt Rosi Klein\, geborene Jonas. Die Familie Jonas hatte ihr Gesch
 äftshaus am Nicolaiort 2 in Osnabrück. Eve\, ihre Schwester Eri und Rosi
  konnten in den 1930er Jahren aus Deutschland entkommen\, im Gegensatz zu 
 vielen weiteren Familienmitgliedern\, die in den nationalsozialistischen V
 ernichtungslagern ermordet wurden.\n Die familiären Erfahrungen der Fluc
 ht und des Exils sind prägend für das Schreiben der feministischen Denke
 rin Cixous. Inspiriert von diesen Texten\, wie zuletzt veröffentlicht in 
 "Osnabrück" (2017/2018) und "Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem" (201
 8) entsteht eine mehrstimmige Komposition\, in der Frauenstimmen in versch
 iedenen Sprachen und Akzenten die Grenzen des Nationalen überschreiten.\n
 \nMichaela Melián (* 1956\, München) ist Künstlerin und Musikerin. Sie 
 ist Mitgründerin der Band F.S.K. und war bis 2023 Professorin für zeitbe
 zogene Medien an der Hochschule für Bildende Künste (HfbK) in Hamburg. I
 hre Arbeiten waren in den vergangenen Jahren unter anderem ausgestellt im 
 Lenbachhaus München/Deutschland\; in der Fundació Juan Miró Barcelona/S
 panien\; Kunsthal Rotterdam/Niederlande\; Deichtorhallen Hamburg\; Staatsg
 alerie Stuttgart/Deutschland\; Kunsthalle Mannheim/Deutschland\; Lentos Mu
 seum Linz/Österreich\; Cubitt London/Vereinigtes Königreich\; Ludlow New
  York\; NY/USA und im The War and Women’s Human Rights Museum in Seoul/S
 üdkorea. 2010 hat sie im Auftrag der Stadt München "Memory Loops"\, ein 
 akustisches Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus\, realisiert. F
 ür ihre Arbeiten wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet\, darunt
 er den Hörspielpreis der Kriegsblinden (2006)\, den Kunstpreis der Stadt 
 München (2010)\, den Grimme Online Award Spezial (2011)\, den Edwin-Schar
 ff-Preis der Stadt Hamburg (2018) und den Rolandpreis für Kunst im öffen
 tlichen Raum der Stadt Bremen (2018).\n\nVeranstalter: Tourismusgesellscha
 ft Osnabrücker Land mbH\n\nhttps://niedersachsen.app/gemeinde-osnabrueck/
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