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Neuenkirchen, An der Alten Medem, St. Marien

Kirche · Einzeldenkmal · Neuenkirchen

Saalkirche aus Backstein über Feldsteinfundament und unter Satteldach in Hohlpfannendeckung, mit Westturm aus Backstein unter spitzem Knickhelm in Schieferdeckung, errichtet vermutlich Mitte des 14. Jahrhunderts. Der eingezogene Chor aus Backstein unter Satteldach in Hohlpfannendeckung 1606 (i) angefügt. Aufgrund des verwendeten Gipsmörtels mussten die Außenwände von Turm (Ankersplinte von 1583?, 1793, 1831, 1884, 1991) und Langhaus (Ankersplinte von 1664, 1783, 1901) mehrfach ausgebessert und durch Strebepfeiler abgestützt werden, so dass das mittelalterliche Backsteinmauerwerk nur am Ostgiebel des Schiffes sichtbar ist. Mehrere historische Türen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert sind erhalten. – Im Inneren Raumabschluss durch ornamental bemalte Balkendecke im Schiff von 1618, 1902 durch H. J. Herkenhoff nach alten Mustern neu gemalt. Die Längswände durch Blendnischen für die Spitzbogenfenster gegliedert. Die Überleitung zwischen Schiff und Chor erfolgt durch einen stumpfen Spitzbogen. Die Westempore mit durch Säulen gegliederte Brüstung und Gemälden stammt von 1662. Das Untergeschoss des Turmes ursprünglich gewölbt, 1689 durch die Einbringung von einigen Arrestzellen aus Holz verändert. Ausstattung z.T. noch mittelalterlich: Bronzetaufkessel 1. Hälfte 14. Jahrhundert, Glocke 1475 von Hermen Klinghe; Kreuzigungsgruppe Anfang 16. Jahrhundert; Gemeindegestühl mit geschnitzten Wagen z.T. von 1598; Kanzel mit Schalldeckel 1620; mehrere Epitaphien und Gemälde u.a. aus dem 17. Jahrhundert; Altar mit Gemälde etwa Mitte 19. Jahrhundert. Orgel 1685 von Chr. Donat, Leipzig, Ausbesserung und neuer Prospekt 1835 von Wilhelmi, Stade.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Neuenkirchen
Adresse
An der Alten Medem
Gemarkung
Neuenkirchen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)