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Mariental, Kirchstraße, Klosterkirche St. Maria; Kloster Mariental

Kirche · Einzeldenkmal · Mariental

Dreischiffige romanische Pfeilerbasilika mit Querschiff und geradem Chorschluss in Sandsteinquadermauerwerk, einige Partien in Bruchsteinmauerwerk ausgeführt. Nach der Stiftung 1138 Baubeginn im Osten, Arbeiten am Langhaus und der Westfassade nach 1150. Entsprechend der Ordensregeln zunächst ohne schmückenden Zierrat ausgeführt. Im Obergaden und den Seitenschiffen Rundbogenfenster. An der südlichen Außenwand sind deutlich die Reste des ursprünglichen Kreuzganges (um 1840 abgerissen) anhand der Konsolen zu erkennen, in dem sich eine Vielzahl an fürstlichen Wappen und Begräbnissen befanden. Die Westfassade wurde einer nicht ausgeführten portallosen Variante nach Westen gezogen und mit einem Rundbogenfries mit Lisenen sowie einem gestuften Säulenportal mit Sockelumlauf versehen. Am nördlichen Seitenarm ein nördliches Portal aus dem Zeit der Veränderungen an den Querhauskapellen Anfang des 13. Jh. Der Chor wird durch ein hohes Maßwerksfenster aus dem zweiten Viertel des 14. Jh. lichtgeflutet, im 19. Jh. wurde ein neuer Dachreiter über der Vierung aufgesattelt, mit schiefergedecktem Glockenstuhl mit rundbogigen Schallarkaden und Turmuhr, sowie einer blechgedeckten Zwiebelhaube mit Laterne.
Im Inneren ein flachgedecktes achtjochiges Langhaus und Querhaus, ursprünglich wohl nach 1150 fertiggestellt. Arkadenpfeiler mit schweren Basen und unregelmäßig wechselnden Kämpferprofilen. Chor mit einem Bandrippengewölbe Ende des 12. Jh. versehen, südliche Stirnwand mit Treppe zum Mönchsdormitorium, am südlichen Westende eine zum Laiendormitorium. Die Ausstattung und Raumgestaltung stammte im Wesentlichen aus dem 19. Jh., mit dem integralen Bestandteil der Orgel auf der Westempore, 1890 gebaut von der Firma Furtwängler aus Hannover. Zahlreiche Grabsteine, u.a. gotisches Grabepitaph des Abtes Eberhard.
1138 Baubeginn, 1146 eine nur auf die Ostteile beschränkte Weihe, Anfang des 13. Jh. Veränderungen an den Querhauskapellen und der Chorwölbung, 1879-94 gründliche Renovierung, 1883-88 umfassende Restaurierung, bauarchäologische Untersuchungen 1983-86.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Mariental
Adresse
Kirchstraße
Gemarkung
Mariental

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)