Liebenburg, Schlossensemble Liebenburg, Gruppe baulicher Anlagen
Zweigeschossiger verputzer Massivbau mit Mansarddach und angrenzenden Wohnwirtschaftsgebäuden, die um einen rückwärtigen Innenhof gruppiert sind. Teile der Burgmauern sind noch erhalten geblieben, ebenso der Wachtmeisterturm sowie ein Flankierungsturm. Die symmetrisch gestaltete Fassade des Schlosses wird durch einen polygonalen Mittelrisalit aus Sandstein gegliedert. Auch die Eckquaderungen sind aus Sandstein gefertigt. Die daran anschließenden, gelb verputzten Gebäudeflügel werden von jeweils sechs Fensterachsen durchbrochen. Im Erdgeschoss eckige Fenster, im Obergeschoss segmentbogig. Im Mansarddach eckige Fenster, darüber erneut segmentbogig. Über der Schlosskirche im südwestlichen Gebäudeteil polygonale Laterne. Eingang zur Schlosskirche an einem weiteren Risalit an der Südwestfassade des Schlosses. Portal von Gerd Winner, darüber Rundfenster und verschlossene Segmentbogenöffnung.
Die Ausstattung der Schlosskirche Mariä Verkündigung ist weitgehend bauzeitlich. Entworfen wurde sie von dem Barockmaler Joseph Gregor Winck, der das Deckenfresko und den gemalten Hochaltar ausführte. Das Fresko zeigt zehn Szenen aus dem Leben des heiligen Clemens, des Namenspatrons des Fürstbischofs und Schlossbauers Clemens August. Die hölzernen Arbeiten am Hochaltar sowie die Kanzel, der Orgelprospekt, der Sarkophagaltar mit Tabernakel und der nördliche Seitenaltar stammen vom Hildesheimer Bildschnitzer Johann Caspar Mohr. Die Orgel wurde vom Hildesheimer Orgelbauer Johann Conrad Müller geschaffen. Die Vergoldungen der Kirche stammen von Albert Gentemann.
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)