Eilsum, Eilsumer Kirche
Spätromanische Saalkirche aus Backsteinmauerwerk mit Satteldach und quergestelltem Chorturm, der in voller Breite das lang gestreckte Kirchenschiff überragt und mit seinem Untergeschoss die etwas eingezogene halbrunde Apsis umschließt. Die ungewöhnlich reiche Außengliederung durch eine doppelte Reihe von Rundbogenblenden und unregelmäßig angeordnete Rundbogenfenster zeichnet St. Petrus ebenso aus wie die reiche Innenausstattung mit ihren spätromanischen Wandmalereien im Zackenstil, die etwa 1240 entstanden sind. Die Domikalgewölbe des Kirchenschiffs in vier quadratischen Jochen sind um 1260 eingezogen worden, Rippen und Gurte sind mit ornamentaler Farbfassung versehen, die Wandpfeiler sind mit halbrunden Vorlagen, Kelchknospenkapitellen und schräggestellten Eckdiensten differenziert gegliedert. Zur erhaltenen Innenausstattung gehören ein Bronzetaufbecken, 1472 von B. Klinghe aus Bremen, und die von zwei seitlichen Priechen gerahmte Kanzel, die 1738 von dem Groninger Bildhauer Casper Struiwig geschaffen wurde, deren Korb durch Voluten gegliedert ist und deren Felder mit Relieffiguren der Kardinaltugenden geschmückt sind. Den Orgelprospekt stammt aus dem Jahr 1709, die Orgel ist 1967 erneuert worden.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Eilsum
- Adresse
- Am Rathausplatz
- Gemarkung
- Eilsum
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)