Jork, Schützenhofstraße 1, St. Matthias
Saalkirche aus Backstein mit dreiseitigem Ostabschluss. Die Grundmauern spätgotisch, das Schiff 1664, die Ostteile 1709 neu aufgeführt, die Westwand vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Vor der Südwand ein freistehender Glockenturm von 1685. Das Äußere der Kirche durch Strebepfeiler und große Rundbogenfenster gegliedert, unter der Traufe ein hölzernes Gesims auf Konsolen.
Das Innere von einer segmentbogigen Holztonne überspannt. Barockes Altarretabel, 1710 von H. Rink; Altarschranken mit Putten. Pokalförmiger Taufstein vom Ende des 18. Jahrhunderts. Kanzel inschriftlich datiert von 1664 von Meister J. Tamke. Im Chor mehrere Priechen, u. a. der Schubacksche Stuhl an der Südostwand, datiert 1710. An der Nordwand die v. Harensche Prieche vom Anfang des 18. Jahrhunderts; Gemeindegestühl, datiert 1695-1837. Im Westen zwischen den Längswänden eingespannt die doppelgeschossige, um 1709 errichtete Westempore; darauf die bis unter das Gewölbe reichende Orgel mit Rückpositiv, 1678-1679 von Arp Schnittger, das Werk 1914 total erneuert, die alten Prospektpfeifen seitdem stumm. Pastorenbildnisse, um 1715 und 1747. Außen an der Kirche mehrere Grabplatten des 17. und 18. Jahrhunderts.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Jork
- Adresse
- Schützenhofstraße 1
- Gemarkung
- Jork
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)