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Hülsede, St.-Ägidien-Straße, Ev.-luth. St. Aegidius-Kirche

Kirche · Einzeldenkmal · Hülsede

Bruchsteinbau mit zweijochigem Langhaus und quadratischem, leicht eingezogenem Chor. Im Kern erbaut um 1300. Zweigeschossiger Westturm auf den Fundamenten des 13. Jahrhundert, unregelmäßiges Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderungen und schmalem Westportal mit Wappenstein inschrifltlich datiert 1506. Bruchsteinmauerwerk weist romanische Spolien auf, u.a.Kopfsteine mit Masken sowie gekuppelte spitzbogige Schallarkaden. Mit Sollingplatten gedeckter Pyramidenhelm, bekrönt von achtseitigem Dachreiter als offene Laterne. Schiff und Chor in Großquadermauerwerk auf profiliertem Sockel, Streben mit Pultschräge eingebunden. Spitzbogige Fenster und am südlichen Langhaus ein vermauertes Spitzbogenportal. Sakristei-Anbau im Nordosten (wohl frühes 14. Jahrhundert)sowie ein nördlicher Anbau (Wappen der v.Mengersen). Im Inneren tief gezogene Gewölbe, die Neueinwölbung erfolgte wohl Mitte des 15. Jahrhunderts. (Datierung i Triumphbogen 1447). Tonnengewölbte Turmhalle, mit breitem Spitzbogengurt auf Kämpfern zum Schiff geöffnet. Die Gewölbekappen mit Malereien versehen, die alt- und neutestamentarischer Szenen in Rollwerkrahmen darstellen. Diese mehrfach inschriftlich datiert 1577, wohl von Jürgen Dove/Minden (s. Kanzel) angefertigt.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Hülsede
Adresse
St.-Ägidien-Straße
Gemarkung
Hülsede

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)