Holle, Wasserstraße 7, Ev.-luth. Martin-Luther-Kirche
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Inmitten von hoher Sandsteinquader-Mauer umgebenem, erhabenem Kirchhof breitgelagerter Westturm mit bündig anschließendem Langhaus und geradem Chorschluss in teilweise verputztem Kalk- und Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung aus Sandstein unter Satteldächern. Turm mit Lichtschlitzen, Glockengeschoss mit rundbogigen Schallöffnungen, im Westen gekoppelt, darüberliegend Gaube, im Norden und Süden einfach. Langhaus an der Südseite von vier, an der Nordseite von drei hochrechteckigen Fenstern gegliedert, dort durch fünf gedrungene Strebepfeiler mit Schräge gestützt. Haupteingang im Süden, dort auch Spuren von zwei weiteren, später zugesetzten Segmentbogen-Öffnungen. Tür- und Fensteröffnungen in Sandstein gefasst. In der Chorwand Spitzbogentür mit profiliertem Gewände, an den Ecken zwei weitere gedrungene, abgeschrägte Strebepfeiler aus Sandsteinquadern. Südliches Giebelkreuz des Turmes inschriftlich von „1602“, Turmuhr aus Turmuhrenfabrik und Glockengießerei Weule in Bockenem von 1872, Wetterfahne auf dem Turmfirst inschriftlich „1900“. Innen Saal mit spätbarocker Bretterdecke und Voute, dekorativ mit Ranken und Bandelwerk bemalt, an den Langhauswänden Reste einer Friesfolge überlebensgroßer Heiligenfiguren unter Wimpergen, an der Südseite freigelegt, zweistöckige barocke Kanzelaltarwand von Anfang 18. Jahrhundert, wohl aus der Hildesheimer Werkstatt von E.D. Bartels; anstelle der Kanzel kleiner Altarkruzifix von „1745“; Taufengel von 1749, Kronleuchter von „1787“, Glocke von „1526“.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Sottrum
- Adresse
- Wasserstraße 7
- Gemarkung
- Sottrum
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)