Holle, Schloßstraße, Schloss Derneburg - Landschaftspark
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Ausgedehnter Landschaftspark, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter Graf Ernst von Münster als Teil der „ornamented farm“ mit dem einstigen Kloster und Schloss Derneburg im Zentrum geschaffen wurde. Er erstreckt sich westlich der einstigen Klosteranlage vom Innerstetal im Norden bis zum Donnerberg. In der typischen Gestaltungsmanier landschaftlicher Gartenkunst wechseln sich Wiesenräume mit dichter bestandenen Gehölzpartien ab. In exponierten Lagen wurden unter Ausnutzung der naturräumlichen Gegebenheiten u.a. ein Mausoleum in Form einer Pyramide im Talgrund und ein Tempel im dorischen Stil auf der Kuppe des Donnerbergs erbaut. Eine vierreihige Eichenallee führt auf dem Bergkamm in gerader Linie von Südwesten auf seinen Eingang zu. Das spannungsgeladene Beziehungsgeflecht zwischen Park, Schloss, Staffagebauten und der gestalteten Umgebung lässt sich nicht mehr überall erleben, da der einst freie Blick heute eingeschränkt ist. Gestaltungselemente wie die nördlich gelegenen Fischteiche, die auf das Erbbegräbnis zuführende Eichenallee, auch aufgelassenen Steinbrüche oder die Rosskastanienallee verweisen immer noch auf den Reichtum der landschaftlichen Ausgestaltung. Als außerhalb liegender Blickpunkt wurde nördlich des Innerstetals 1836-37 auf dem Kamm des Ortsbergs ein dreigeschossiger Aussichtsturm errichtet.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Derneburg
- Adresse
- Schloßstraße
- Gemarkung
- Derneburg
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)