Holle, Derneburg, Schloßstraße, Bootshaus am Mariensee
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Das Bootshaus am Südende des Mariensees, unmittelbar am Uferweg (heute Laves-Pfad) steht typisch in den See hinein, ist ein einfach konstruierter Fachwerkbau mit Satteldach und mit zum See hin offener Fassade zur Einfahrt eines Bootes. Die drei anderen Fassaden zeigen hölzernes Zierfachwerk mit unterschiedlich großen Auskreuzungen und Backstein-Zierausfachungen. Die landseitige Giebelfassade ist symmetrisch ausgebildet mit einer Mitteltür sowie drei Fenstern, die oben charakteristisch dreieckig schließen, was aus dem Konstruktionsmotiv der Fachwerkauskreuzungen abgeleitet ist. Das Mittelfenster unterm Giebel ist als ehemalige Ladeluke zu deuten, was auf eine ehemals vorhandene Dachbodennutzung hinweist. Die sichtbar präsentierten Pfetten- und Sparrenköpfe des weit überstehenden, kehlbalkenlosen Sparrendachs sind profiliert. Das Innere des Gebäudes ist zweischiffig strukturiert, wobei die östliche Längshälfte den beplankten Bootssteg bildet, während die westliche Hälfte nach unten zur Wasserfläche offen ist.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Derneburg
- Gemarkung
- Derneburg
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)