Loppersum, Ortskern Loppersum, Gruppe baulicher Anlagen
Wurtensiedlung in einer Schleife des Knockster Tiefs, erstmals erwähnt 1381 als Burg des Häuptlings Folkmar Allena von Osterhusen, in diesem Jahr nach der Schlacht bei Loppersum in den Besitz der tom Broks gekommen, ab 1404 wieder unter der Herrschaft der Allenas. Der engere Ortskern mit der Hauptachse Kirchstraße / Schloßstraße geprägt von der an der Stelle eines mittelalterlichen Vorgängers 1866 errichteten Kirche (der Glockenturm noch aus dem 14. Jh.), umgeben vom Friedhof, im Westen und dem 1859 an der Stelle der Burg errichteten Fresenhaus, umgeben von einem Landschaftspark, in der Mitte. Südlich der Kirche die 1854 erbaute und 1894 um ein zusätzliches Gebäude erweiterte Schule. Zwischen Kirche und Fresenhaus das Schatthaus, ein an der Stelle eines Vorgängers nach dem Bau des Fresenhauses als zugehöriger Wirtschaftshof erbautes Gulfhaus, und unmittelbar östlich des Fresenhauses ein 1554 erbautes Steinhaus mit Gulfscheune von 1835 sowie etwas weiter an der Loppersumer Straße das im Kern von 1622 stammende Trappsche Haus. Südlich der Schloßstraße in einer Grünanlage ein Denkmal für den Besuch König Georgs V. 1861.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Loppersum
- Gemarkung
- Loppersum
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)