Haste, Hauptstraße 25, Bahnhof Haste
Empfangsgebäude des Bahnhofs Haste, erbaut zwischen 1847 und 1850 wohl nach Plänen von Julius Eugen Ruhl. Stationshauptgebäude an der 1847 eröffneten Strecke Hannover-Minden/Westfalen, wobei Haste auf kurhessischem Gebiet (kurhessisch Rinteln) lag, weswegen die Bahnhofsplanung von Kassel aus geleitet wurde. Die auffällig repräsentative Gestaltung wird von der Forschung in Verbindung gebracht mit der evtl. bereits früh vorgesehenen Funktion eines Trennungsbahnhofs für eine von hier abgehende Bahnstrecke nach Bad Nenndorf. 1872 folgt die Eröffnung der abzweigenden Strecke Haste – Nenndorf; 1905 Eröffnung der abzweigenden Süntelbahn Haste – Bad Nenndorf – Bad Münder- Hameln. 1967 wurden die ehemals zugehörigen Wirtschaftsgebäude (Stall, Waschküche usw.) abgerissen. 1973 letzte Restaurierung des Gebäudes, 1988 Schließung der DB-Hauptdienststelle, 1992 Schließung des Fahrkartenschalters, 1998 Umbau der Bahnsteige. – Das große Empfangsgebäude entstand am damaligen Rand der Ortschaft Haste als langgestreckter eingeschossiger Bau mit drei zweigeschossigen Risaliten. Symmetrisch gestaltete Putzfassaden im klassizistisch geprägten Rundbogenstil, mit Zierformen. Die beiden Fassaden des Mittelrisalits werden durch Schildgiebel betont. Eine weitere Hauptfassade ist die südliche Schmalseite, die mit eigenem Zugang und Ziervordach (19. Jahrhunderts) ausgezeichnet ist. Flach geneigte Dächer (vermutlich ehemals mit Schiefer gedeckt).
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Haste
- Adresse
- Hauptstraße 25
- Gemarkung
- Haste
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)