Oste-Hamme-Kanal

Der Bau des 16 Kilometer langen Kanals begann 1769 unter der Leitung des Moorkommissars Jürgen Christian Findorff und wurde 1790 abgeschlossen. Hinzu kamen zahlreiche Zweigkanäle, die von den Moorhöfen und Torfabbauflächen zum Kanal führten, denn der in der Region abgebaute Torf wurde per Torfkähne über den Kanal nach Bremen und Hamburg verschifft. Ursprünglich war er sechs Meter breit und diente als zentrale Verkehrsader für den Torftransport. Bis zu 1.600 Torfkähne waren auf dem Wasserweg unterwegs. Die Torfkähne transportierten nicht nur Brenntorf nach Bremen, sondern auch jede Menge Waren des täglichen Bedarfs, die auf dem Rückweg aufgeladen wurden. Die Kähne wurden durch Staken, Treideln oder bei günstigem Wind durch Segel angetrieben. Seit den 1960er Jahren dient der Kanal nur noch als Entwässerungsgraben.Im Süden mündet der Oste-Hamme-Kanal in den Fluss Kollbeck, der weiter in die Hamme fließt. Bis 1871 befand sich in dem Mündungsbereich an der Kreuzkuhle eine Zollstation, die die Grenze zwischen dem Königreich Hannover und Bremen markierte. Wer die historische Teufelsmoor-Region z.B. per Torfschiff näher kennenlernen möchte, findet passende Angebote bei Findorffs Erben, die vom Torfschiffhafen an der Kreuzkuhle Touren auf der Kolbeck anbieten.
- Adresse
- Am Kanal, 27442 Gnarrenburg
- Website
- www.nordwaerts.de/
Bild: Andreas Dittmer Fotografie (Lizenz CC BY-SA)
Quelle: Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme), Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY)