Garrel, Kirchstraße 1, St. Peter und Paul, kath.
Neugotische, dreischiffige Backstein-Hallenkirche mit vorgelagertem Ostturm und ehemaligem Westchor als Ersatz für eine Kapelle. Erbaut von Johann Bernhard Hensen 1869-71. Historisches Langhaus mit neugotischem Strebewerk. Vier kleine Giebel leiten zum polygonalen, spitzen Turmhelm über. Turm auf quadratischem Grundriss mit prägnanten Geschossgliederungen durch leichte Rücksprunge des jeweils oberen Geschosses sowie eine sich reduzierende Fensteranzahl des jeweils unteren Geschosses. Gliederung der Backsteinfassaden durch abgestufte Strebepfeiler und einheitliche Maßwerkfenster mit wenigen Form- und Sandsteinelementen. Prägnanter Anbau eines Querschiffs 1965-66 mit rötlichem Backstein unter Walmdächern mit, von der Vierung ausgehend, sich nach Norden und Süden öffnendem, trapezförmigem Grundriss, im Westen eingezogener Chor, ohne Vorjoch mit 5/8-Schluss und seitlicher Sakristei, von dem großen Satteldach des Kirchenschiffes durch einen niedrigeren First abgesetzt. An den äußeren Fassaden im Norden und Süden Betonung der Vertikalen durch vorgesetzte, die Wand bildende Pfeiler mit zurückversetzten Buntglasfenstern über die gesamte Bauteilhöhe. Im Inneren massive, schlicht gestaltete Rundsäulen, ab Kapitell als Bündelpfeiler ausgebildet, weit gespanntes Kreuzrippengewölbe. Pieta aus der St. Andreaskirche Cloppenburg, 1645 gestiftet.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Garrel
- Adresse
- Kirchstraße 1
- Gemarkung
- Garrel
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)