Friedland, (im Friedländer Forst, östl. Straßengabelung B 27/L 566), Südliches Meridianzeichen
Hoher geböschter Bruchsteinsockel mit einer aufgelegten mächtigen Sandsteinplatte, auf der vier etwa 1,5 m hohe Sandsteinpfeiler stehen, die mit einem Sturzbalken verbunden sind. Es handelt sich um eine Mire, ein sogenanntes Südliches Meridianzeichen, das 1821 nach Angaben von Carl Friedrich Gauß im Friedländer Forst errichtet wurde und zur Justierung des Meridiankreises der nördlich rund 12 km entfernten Göttinger Sternwarte diente. Die durch die senkrechten Pfeiler gebildeten drei Schlitze dienten als das vom Göttinger Meridiankreis aus angepeilte Ziel. Auffällig ist, dass die Pfeiler etwas asymmetrisch zum Unterbau stehen. Offensichtlich war dieser schon errichtet, als die Zielpfeiler nach den Fäden des Meridiankreises ausgerichtet wurden, was dadurch geschehen sein muss, dass Gauß mit dem Fernrohr nach Süden schaute und mit seinem Heliotrop Lichtsignale für „weiter nach rechts" und „weiter nach links" sandte.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Friedland
- Adresse
- (im Friedländer Forst, östl. Straßengabelung B 27/L 566)
- Gemarkung
- Friedland
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)