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Friedeburg, Frieslandstraße 1, St. Mauritius-Kirche

Kirche · Einzeldenkmal · Friedeburg

Einschiffiger Saalbau aus dem frühen 13. Jahrhundert in Ziegelbauweise mit Granitquadern im unteren Bereich, im späten 13. Jahrhundert Westturm, dieser 1474 zerstört und als Ruine erhalten, angefügt. Kreuzförmiger Grundriss mit kurzen Querhausarmen und Chor mit 7/10 Schluss. Schmale Spitzbogenfenster, an den Giebeln der Querarme Kreisblenden mit Ziegelornamenten. An Nord- und Südseite tieferliegende Rundbogenportale.
Dreijochiges Langhaus, das westliche Joch aus der Erbauungszeit (Oll´ Kark), um 1650 vom Kirchenschiff mit einer Fachwerkwand abgetrennt.
Im Inneren flachgedeckt, Gewölbeansätze in Form von Pfeilern mit halbrunden Wandvorlagen erhalten; zweizonige Wandgliederung durch Schildbögen. Westempore mit gemalten Brüstungsfeldern (Christus und die Apostel), Orgelempore im nördlichen Querhaus, die Orgel von Orgel -Johann Friederich Wenthin 1788/89. Historistische Ausmalung von 1887.
Ausstattung aus dem Mittelalter: Granittaufe aus dem 13. Jahrhundert, im Chor Eichentür mit Beschlägen Chor datiert 1297 (d), gotisches Sakramentshaus, spätgotischer Kronleuchter mit Hirschgeweih.
Die weiteren Ausstattungsstücke stammen im Wesentlichen aus der Umbauphase Mitte des 17. Jahrhunderts: Altar 1647 (Jakob Cröpelin), Kniebänke 1649; Einhausung des Taufsteins Mitte 17.Jahrhundert; Sandsteinepitaph 1667. Kanzel um 1845 im Stile einer Kanzel von H. Cröpelin. Flämische Kronen aus dem 17. -19. Jahrhundert. Im Zuge der Restaurierung und damit verbundenen Neugestaltung des Kirchenraums wurde 1889 imposanter Radleuchter gestiftet.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Reepsholt
Adresse
Frieslandstraße 1
Gemarkung
Reepsholt

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)