Burgruine Hohe Schanze
Die Hohe SchanzeDurch die Aufschüttung dreier Querwälle wird die Fläche in Haupt- und Vorburg unterteilt. Der äußere Wall konnte durch ein Zangentor, dessen rechte Seite weit vorgezogen war, betreten werden. Mindestens ein Gebäude ist in dieser Bauweise errichtet worden. In der Hauptburg sowie der Vorburg konnten die Fundamente von Häusern, einem Wachturm und einer Saalkirche nachgewiesen werden. Die größte Bedeutung hat die Burganlage wahrscheinlich in der karolingischen Zeit zwischen 800 und 900 n. Chr. gehabt. Die Funktion lag in der möglichen Sperrung des Leinetals und der Sicherung der Gaugrenzen. Ob diese frühmittelalterliche Wehranlage im Zuge der Überwinterung des Kaisersohnes Ludwig des Frommen um 804 in Hildesheim oder dem Harzvorland (Ostfalia) initiiert wurde, bleibt (noch) im Nebel der Geschichte verborgen. Anscheinend widerlegt ist die These, dass in der hohen Schanze der Vorläufer des Klosters Lamspringe und Herrschaftssitz des Klostergründers, des Grafen Ricdag, zu sehen ist.
- Adresse
- 31088 Winzenburg
- Website
- www.leinebergland-region.de/
Quelle: Region Leinebergland e. V., Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY-SA)