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Emsbüren, Papenstraße 3, St. Andreas

Kirche · Einzeldenkmal · Emsbüren

Große dreischiffige Hallenkirche aus Sandstein mit schiefergedeckten Dächern. Im Kern aus dem 13. Jahrhundert, das Dachwerk von 1440 (d). Mit vier Langhausjochen, im Mittelschiff querrechteckige, in den Seitenschiffen fast quadratische Joche mit dreiteiligen Maßwerkfenstern. Der 5/8-Chorschluss und die östlichen Seitenschiffjoche stammen von 1858, der 78 m hohe Westturm wurde 1864 nach dem Vorbild des gotischen Schüttorfer Turmes errichtet. Im Inneren ist gut erkennbar, dass das heutige östliche Mittelschiffjoch mit Sterngewölbe der Vorchor der gotischen Kirche um 1471 war, die wahrscheinlich ebenfalls bereits einen 5/8-Schluss besaß. Reste des ebenfalls bereits dreischiffigen Baus des 13. Jahrhunderts (mit schmalen Seitenschiffen und Querschiff) sind an der Nordwand noch erkennbar sowie zudem durch Grabung ermittelt. Das zugehörige rundbogige Portal mit gedrehten Säulen, Palmetten-Kapitellen und ornamental dekoriertem Tympanon (Schachbrettfries und Kreuz) ist in die Südwand der gotischen Halle eingefügt. Die Ausstattung stammt im Wesentlichen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert (neugotischer Hochaltar mit gemalten Flügeln, 1909 von L. Memken, Osnabrück, und umfangreiche figürliche Verglasung um 1900 von F. X. Zettler, München, und E. Gülke, Münster), der zylindrische Taufstein stammt aus der Zeit um 1200.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Emsbüren
Adresse
Papenstraße 3
Gemarkung
Emsbüren

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)