Elbe, Kirchstraße 4, St. Martin
Saalbau mit leicht eingezogenem, langgestreckten, mit drei Seiten des Sechsecks geschlossenen Chor unter Satteldach in roter Tonziegeldeckung mit beschiefertem Polygon und mächtigem quadratischen Westturm mit vierseitigem, ins Achteck überführten Helm in Schieferdeckung, im Süden am Übergang von Schiff zu Westturm quadratische Vorhalle unter Satteldach in Ziegeldeckung, wobei die östliche Dachfläche durch ein beschiefertes Pultdach mit dem Hauptdach verschnitten ist. Verputztes Bruchsteinmauerwerk mit Eckquadern, Fenster und Portale mit Werksteineinfassungen, am Turm Erdgeschossfenster sowie rechteckige und rundbogige Lichtschlitze aus Steinbalken und Quaderschichten, Vorhallenportal spitzbogig. Chorbau in zwei an den Flankenseiten des Polygons eingelassenen Tafeln 1698(i) datiert. Im Inneren öffnet sich der Turm zum Schiff in zwei vermutlich nachträglich verbreiterten Rundbögen, an die nachreformatorische Kirchweihe 1574 erinnert eine Inschrift am Zwischenpfeiler, die zweite inschriftliche Jahreszahl 1633 wird auf den Neubau der Vor- und Leichenhalle bezogen. Schiff und Chor sind mit einer Holztonne gewölbt. Stileinheitliche Barockausstattung von 1700, Emporenbrüstung mit Ölgemälden, der Kanzelaltar ungewöhnlich prachtvoll mit vegetabilen Schnitzereien und Figurenschmuck gestaltet. Zur Ausstattung gehören Kirchenbänke, zwei Altarfußbänke und ein Taufengel.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Groß Elbe
- Adresse
- Kirchstraße 4
- Gemarkung
- Groß Elbe
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)