Dettum, Kirchstraße, St. Johannis Baptista-Kirche
Gotischer Kernbau aus geschlämmtem Bruchsteinmauerwerk, 1906 als Werksteinbau in neugotischem Stil erweitert. Zweijochiger Saalbau mit mächtigem quadratischem Westturm und eingezogenem zweijochigem Chor, der Chor erweitert um ein 7/10-Apsispolygon und ein zweischiffiges, zweigeschossiges Querhaus mit Dachreiter sowie Nebenräume an der Ostseite aus Eingangsjochen mit polygonal vorspringenden Treppentürmen und rechteckigen Türmen unter Satteldächern mit ostwärts weisendem Giebel und Schopfwalm. Am nördlichen Querhaus zusätzlich nach Osten gerichteter eingeschossiger, zweiachsiger Sakristeianbau. Satteldächer in Hohlziegeldeckung. Querhausfronten und -westwände mit monumentalen sphärischen Dreiecksfenstern mit Maßwerk eines einbeschriebenen Sechspasses. Hohe rundbogige Langhausfenster wohl 18. Jahrhundert, Turm 1661-1662 nach Brand vollständig neu errichtet, Spitze mit Schieferdeckung von 1860. Im Inneren gewölbt über halbrunde Wandpfeiler, in die die Rippen unvermittelt einschneiden. Zur Ausstattung gehört ein geschnitzter Kruzifix aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Auf dem Kirchhof stehen westlich vor dem Turm Gedenkstätten für die Gefallenen von 1914-18 und 1939-45.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Dettum
- Adresse
- Kirchstraße
- Gemarkung
- Dettum
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)