Bülkau, Dorf, St. Johannis-Kirche
Saalkirche aus Backstein mit polygonalem Chorabschluss unter Walmdach in Hohlpfannendeckung. 1701 auf den Grundmauern einer gotischen Feldsteinkirche neu errichtet, von der die polygonale Form des Chores übernommen wurde. Die Längswände mit nachträglichen Strebepfeilern und großen Rundbogenfenstern versehen, deren Form auf einen Umbau 1857/58 zurückgeht. Vor der Westwand ein freistehender hölzerner Glockenturm mit ins Achteck überführtem Knickhelm in Schieferdeckung, errichtet gegen 1600, 1776 und 1964 renoviert. – Im Inneren Raumabschluss durch hölzerne Segmentbogentonne aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, welche die ursprüngliche Flachdecke ersetzte. Die ursprüngliche Ausstattung mit Kanzelaltar, Priechen und umlaufender Empore bei einer Renovierung 1959-64 reduziert auf einen gemauerten Blockaltar und einzeln stehender hölzerner Kanzel sowie Westempore. – Orgel in ausklingenden Knorpelstilformen, ursprüngliches Hauptwerk 1679 von Arp-Schnitger aus Hamburg, Pedaltürme und Brustwerk 1758/59 von Dietrich Gloger aus Stade, 1912 und 1968 Neubau des Werks durch P. Furtwängler & Hammer bzw. Hermann Hillebrand, Teile des Denkmalprospekts von Arp Schnitger erhalten in einer Farbfassung von 1994. – Weitere Ausstattung: Bronzekessel, aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts; Triumphkreuzgruppe, gegen 1515 (vermutlich aus der 1541 abgebrochenen Kapelle St. Joost bei Stinstedt); Messingleuchter 1680 und 1702; Glocke, 1404 (i).
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Bülkau
- Adresse
- Dorf 40
- Gemarkung
- Bülkau
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)