Berge, Börstel 2, Stiftskirche Börstel (ehem. St. Maria)
Kreuzrippengewölbte Saalkirche von vier Jochen aus Backstein. Außen Strebepfeiler und Maßwerkfenster, auf der Südseite zweibahnige Fenster mit Vierpassbekrönung, Ostfenster dreibahnig bekrönt von drei Vierpässen. Auf dem Chor achteckiger Dachreiter. Innen Gewölbe auf Gurt- und Schildbögen, getragen von einfachen Kelchkapitellen auf Dienststummeln. Unter dem mit einer Treppe erhöhten Chor ein kryptenartiger, vom Kreuzgang zugänglicher Hallenraum von 3x3 Jochen mit Kreuzgratgewölben auf Kreuzpfeilern. In den eineinhalb (ehemals zwei) westlichen Jochen Stiftsempore (Jungfernchor), unter der Westhälfte des ersten Jochs ein vom Kreuzgang zugänglicher tonnengewölbter Raum, anschließend ein dreischiffiger Hallenraum von zwei, ehemals drei Jochen (nachträglich verkürzt), das westliche Stützenpaar Kreuzpfeiler, die beiden östlichen Säulen.
Gotische Raumfassung (1963 ergänzt). Im Chor und auf der Empore je eine spätgotische Sakramentsnische, ein Teil des Chorgestühls aus dem 13. Jh. und einige Skulpturen des 13. bis frühen 16. Jhs. Die Hauptstücke der Ausstattung barock (Hauptaltar 1710, Emporenaltar 1660, Kanzel 17. Jh. und 1713, Epitaphien).
Erbaut im Wesentlichen wohl 1250-1273, die Maßwerkformen jedoch auf eine etwas spätere Zeit deutend; in den Umfassungsmauern vielleicht noch vorklösterliche Bausubstanz steckend.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Börstel
- Adresse
- Börstel 2
- Gemarkung
- Börstel
Nummer BD-OS-89818→ Plakette zum Ausdrucken
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)