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Auetal, Am Horn, Sowjetische Kriegsgräberstätte Am Horn

Gedenkstätte · Einzeldenkmal · Auetal

Friedhof; Kriegsgräberstätte mit Gedenksteinen und zentral platziertem Ehrenmal für zu Tode gekommene sowjetische Zwangsarbeiter des Arbeits- und Kriegsgefangenenlagers Rehren, umgeben von acht Steinquader-Tafeln mit Namen und Lebensdaten der Opfer sowie fünf Stelen mit dem orthodoxen Kreuz. Auf der von einer Hainbuchenhecke umgebenen Fläche befindet sich vereinzelt alter Baumbestand. Die Gedenktafel in kyrillischer Schrift mit davorliegender Platte mit deutschem Übersetzungstext erinnert an die Opfer des NS-Regimes, die in dem Zwangsarbeiterlager Rehren zu Tode kamen. Das Lager wurde als Bauarbeiterlager der Reichsautoban unweit von Rehren eröffnet; 1940 wurde dort auch ein französisches Kriegsgefangenenkommando untergebracht. Ab 1942 diente es primär der Unterbringung kranker, arbeitsunfähiger ziviler sowjetischer Deportierter. Zunächst wurden die Verstorbenen auf dem jüdischen Friedhof in Hattendorf begraben. Ab Sommer 1942 wurde der Friedhof Am Horn als Sammelgrab eingerichtet. Rund 400 Personen, darunter auch Säuglinge, sind hier begraben worden. In der Nachkriegszeit bettete man sowjetische und polnische Zwangsarbeiter von umliegenden, verstreuten Begräbnisstätten nach dieser Sammelbegräbnisstätte um. Den memorialen Charkater erhielt der Begräbnisort mit Errichtung der Gedenkstätte in den 1950-60er Jahren.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Rehren A.O.
Adresse
Am Horn
Gemarkung
Rehren A.O.

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)