Algermissen, St. Andreas-Kirche und umgebende Bebauung, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Groß Lobke, ein Dorf am Nordrand der Hildesheimer Börde gelegen, ist seit 1178 urkundlich erwähnt („Loabeke“). Rund um die auf einen romanischen Ursprungsbau zurückgehende, im Zweiten Weltkrieg zerstörte, neugotische Hellner-Kirche St. Andreas, die danach qualitätvoll wiederaufgebaut wurde, befindet sich der historische Ortskern mit umfriedetem Kirchhof, Kriegerdenkmalen, Pfarrhaus und zwei Schulhäusern. Zur denkmalgeschützten Gruppe gehört ferner die angrenzende Bebauung der zwei Hofanlagen Pfingstanger 5 und Andreasplatz 2. Die auf die Rittergutsbesitzer Heye zurückgehende, ausgedehnte Hofanlage Andreasplatz 2 ist die größte im Dorf und umfasst um einen gepflasterten Innenhof mit besonders eingefasstem Blumenbeet mehrere Wohn- und Wirtschaftsgebäude, wobei eine große zugehörige Scheune und das zugehörige Fachwerkwohnhaus Pfingstanger 2 östlich der Straße Pfingstanger liegen. Zur Fläche der geschützten Gruppe gehört auch der ehemalige Gutspark, in dem sich als Besonderheit ein Borkenhäuschen erhalten hat. Nach Nordosten schließt die Gruppe flächenmäßig ab mit dem historisch zur Hofanlage Andreasplatz 2 gehörenden Privatfriedhof der Heye-Nachfolgefamilien Burgdorf und Eucken ab, der im wesentlichen nach dem zweiten Weltkrieg neu angelegt wurde und selbst nicht denkmalwert ist. Der nördlich am Pfingstanger anschließende kirchliche Friedhof wurde 1943 zerstörte und dann neu angelegt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Groß Lobke
- Gemarkung
- Groß Lobke
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)